Fremdvölkische

    Aus Lexikon Drittes Reich

    nach nationalsozialistischen Kategorien allgemein alle Personen, die nicht zum deutschen Volkstum gehörten, im engeren Sinne alle "nicht eindeutschungsfähigen Elemente" (Eindeutschung) in den besetzten Ländern, insbesondere im Osten, im Zweiten Weltkrieg. Diese Fremdvölkischen stellten nach Meinung Himmlers als dem "Reichskommissar zur Festigung deutschen Volkstums" eine "Gefahr für die deutsche Volksgemeinschaft dar" und wurden daher im Dezember 41 unter Sonderstrafrecht gestellt. In der nationalsozialistischen Herrenmensch-Ideologie waren sie als Arbeitssklaven ("Wanderarbeiter") vorgesehen, die als "göttliches Gebot" zu lernen hätten, "den Deutschen gehorsam zu sein" (Himmler-Schrift "Einige Gedanken über die Behandlung der Fremdvölkischen im Osten", 1940). Die nationalsozialistische Besatzungspolitik traf die Fremdvölkischen am härtesten, sie waren als "Menschentiere" (Himmler-Rede 4. 10. 43) Freiwild.