Friedrich Christiansen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher General der Flieger (1939)

    geboren: 12. Dezember 1879 Wyk auf Föhr gestorben: 3. Dezember 1972 Aukrug-Innien (Schleswig-Holstein)


    zunächst Seemann, im Ersten Weltkrieg als Flieger mit dem Pour le Mérite ausgezeichnet, 1929 als Pilot für das Flugboot Do X zu Dornier. Christiansen wurde 1933 als Ministerialrat ins Reichsluftfahrtministerium berufen; ihm unterstanden die Fliegerschulen und später das Nationalsozialistische Fliegerkorps (NSFK). 1939 wurde er General der Flieger und im folgenden Jahr Wehrmachtbefehlshaber der besetzten Niederlande. Als solcher wurde er nach dem Krieg für die Zerstörung des Dorfes Putten und die Ermordung der männlichen Einwohner verantwortlich gemacht und im August 48 zu zwölf Jahren Haft verurteilt, 1951 begnadigt. Der Stadtrat von Christiansens Heimatstadt Wyk entzog ihm in den 60er Jahren erst auf Druck der Landesregierung und der öffentlichen Meinung die Ehrenbürgerrechte.