Friedrich Hoßbach

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher General der Infanterie (1. 11. 43)

    geboren: 21. November 1894 Unna gestorben: 10. September 1980 Göttingen


    1913 zum preußischen Heer, 1920 Reichswehroffizier. Hoßbach wurde am 3. 8. 34 Abteilungsleiter im Personalamt des Heers und damit Adjutant der Wehrmacht bei Hitler. Er fertigte am 5. 11. 37 die so genannte Hoßbach-Niederschrift über eine Besprechung Hitlers mit politischen und militärischen Führern an, in der erstmals klar die offensiven militärischen Absichten Hitlers zum Ausdruck kamen. Wegen seiner Proteste gegen das Vorgehen Hitlers in der Fritsch-Krise musste Hoßbach am 28. 1. 38 den Posten wechseln, führte im Russlandfeldzug verschiedene Infanteriedivisionen und verteidigte ab Oktober 44 mit der 4. Armee Ostpreußen. Wegen eigenmächtigen Handelns wurde er am 28. 1. 45 entlassen. Hoßbach schrieb nach dem Krieg Erinnerungen: u. a. "Zwischen Wehrmacht und Hitler 1934-1938" (1949), "Die Schlacht um Ostpreußen" (1953).