Friedrich Karl Vialon

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Jurist

    geboren: 10. Juli 1905 Frankfurt am Main gestorben: 8. April 1990


    1933 Eintritt in die NSDAP, 1937 ins Reichsfinanzministerium. Nach Kriegsbeginn vorübergehend zur Wehrmacht eingezogen, erhielt Vialon am 1. 5. 42 die Abordnung als Oberregierungsrat an die Behörde des Reichskommissars für das Ostland in Riga, wo er die Finanzabteilung leitete und zum Regierungsdirektor ernannt wurde. Nach dem Zusammenbruch war Vialon in Wirtschaft und Industrie tätig und ging 1950 ins Bundesfinanzministerium, 1958 zum Bundeskanzleramt. 1962-66 war er Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Honorarprofessor für öffentliches Finanzrecht. Vialon wurde insbesondere von Ostblockstaaten vorgeworfen, von den Vernichtungsaktionen gegen die Juden zumindest Kenntnis gehabt zu haben. Für eine strafrechtlich relevante Tätigkeit von Vialon haben sich jedoch keine Anhaltspunkte ergeben.