Friedrich Olbricht

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher General

    geboren: 4. Oktober 1888 in Leisnig gestorben: 20. Juli 1944 in Berlin


    im Ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier, 1926-31 in der Abteilung "Fremde Heere" im Reichswehrministerium, danach Truppenkommandos und ab 15. 2. 40 Chef des Allgemeinen Heeresamts im OKH. Schon seit 1938 in Verbindung mit militärischen Widerstandskreisen um L. Beck, wurde Olbricht technischer Organisator eines Umsturzplans. Er entwickelte den Entwurf "Walküre", unter dessen Tarnung die Entmachtung von NSDAP, SS und nationalsozialistischer Staatsführung nach einer Beseitigung Hitlers anlaufen sollte. Nach mehreren gescheiterten Attentatsversuchen wurde am Zwanzigsten Juli 44 "Walküre" ausgelöst, durch eine Panne allerdings verspätet, so dass Olbricht den Zeitverlust nicht mehr aufholen konnte. Vergeblich auch versuchte er den Befehlshaber des Ersatzheers Fromm auf die Seite der Widerstandskämpfer zu ziehen und ließ ihn verhaften. Nach Durchsickern des Überlebens Hitlers wurde Fromm befreit, verhaftete nun seinerseits Olbricht, Stauffenberg u. a. und ließ sie noch am Abend des Attentatstages standrechtlich erschießen.