Friedrich Paulus

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalfeldmarschall

    geboren: 23. September 1890 in Breitenau bei Guxhagen gestorben: 1. Februar 1957 in Dresden


    1910 Eintritt ins preußische Heer, im Ersten Weltkrieg Offizier, danach Einsatz bei der Grenzsicherung im Osten, 1920-39 verschiedene Stabs- und Truppenkommandos in Reichswehr und Wehrmacht. Als Oberquartiermeister I des Generalstabs des Heeres (seit September 40) war Paulus beteiligt an der Vorbereitung des Russlandfeldzugs, in dem er im Januar 42 den Oberbefehl über die 6. Armee übernahm. Mit dieser griff er im August 42 Stalingrad an und wurde nach fast vollständiger Eroberung der Stadt im November 42 von der Roten Armee eingeschlossen. Als Paulus am 2. 2. 43 kapitulierte und mit dem Rest seiner Armee (ca. 90 000 Mann) in Gefangenschaft ging, wurde er von Hitler der Feigheit bezichtigt: "Der Mann hat sich totzuschießen!" Paulus beteiligte sich am Aufbau des Nationalkomitees "Freies Deutschland" und rief die deutschen Truppen der Ostfront zum Überlaufen auf. 1953 aus der Gefangenschaft entlassen, nahm er Wohnsitz in der DDR. Nachlassveröffentlichung: "Ich stehe hier auf Befehl", 1960.