Friedrich Weißler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher evangelischer Jurist

    geboren: 28. April 1891 gestorben: 19. Februar 1937 KZ Sachsenhausen


    Landgerichtsdirektor in Halle und Magdeburg. Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde Weißler 1933 aus dem Staatsdienst entlassen und juristischer Mitarbeiter der Vorläufigen Kirchenleitung der Bekennenden Kirche. Maßgeblich war er im Sommer 36 beteiligt an einer an Hitler gerichteten Denkschrift, in der die nationalsozialistische Entchristlichung und der antisemitische Rassismus scharf kritisiert wurden. Als die Schrift der ausländischen Presse zugespielt wurde, verhaftete die Gestapo Weißler am 8. 10. 36, obwohl er nachweislich nicht an der Weitergabe beteiligt war. Am 13. 2. 37 wurde Weißler ins KZ Sachsenhausen eingeliefert und nach nächtelangen Quälereien ermordet. Ein Jude war erster Märtyrer der evangelischen Kirche geworden.