Friedrich Wilhelm Boger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Hauptscharführer

    geboren: 19. Dezember 1906 Stuttgart gestorben: 3. April 1977 Bietigheim-Bissingen


    1922 Eintritt in NS-Jugend (Vorläufer der HJ), 1925 Mitglied der Artamanen, 1930 Beitritt zur SS, 1937 Kriminalsekretär. Boger war von Dezember 42 bis zur Auflösung des Lagers 1945 in der politischen Abteilung des KZ Auschwitz. Er war berüchtigt als Erfinder der "Boger-Schaukel", eines Folterinstruments zu Aussageerpressungen bei Vernehmungen, auf dem die Häftlinge festgebunden und in zahlreichen Fällen zu Tode misshandelt wurden. Nach dem Krieg wurde Boger von den Amerikanern verhaftet. Auf dem Auslieferungstransport aus der amerikanischen Besatzungszone nach Polen konnte er fliehen und als Landarbeiter und in der Industrie Beschäftigter untertauchen. 1958 wurde er erneut verhaftet und im August 65 wegen an Häftlingen des KZ Auschwitz begangenen Mords zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt.