Fritz Gerlich

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Journalist

    geboren: 15. Februar 1883 Stettin gestorben: 30. Juni 1934 Dachau


    Studium der Naturwissenschaften und Geschichte, Archivar. Während des Ersten Weltkriegs dienstuntauglich, setzte sich Gerlich publizistisch vehement für die alldeutschen Kriegsziele ein und schlug nach 1918 scharf antikommunistische Töne an. 1920-28 war er Chefredakteur der "Münchner Neuesten Nachrichten", die er zur bedeutendsten süddeutschen Tageszeitung machte. 1931 zum Katholizismus übergetreten, trug er als Leiter der Zeitschrift "Der gerade Weg" einen kompromisslos radikalen Kampf gegen den Nationalsozialismus aus. Am 9. 3. 33 wurde Gerlich verhaftet und nach schweren Misshandlungen in das KZ Dachau gebracht, wo er während der Röhm-Affäre ermordet wurde.