Fritz Klimsch

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Bildhauer

    geboren: 10. Februar 1870 Frankfurt am Main gestorben: 30. März 1960 Freiburg im Breisgau


    1906 Durchbruch mit dem Sieg im Wettbewerb um ein Virchow-Denkmal, 1910 Professor in Berlin, zahlreiche nationale und internationale Ehrungen vom Senatortitel 1916 im Kaiserreich über die Goethe-Medaille 1940 im Dritten Reich bis zum Großen Bundesverdienstkreuz 1960. Die klassizistische Formgebung, die Klimsch bei seinen zahlreichen weiblichen Akten, Porträtbüsten und Denkmälern immer weiter verfeinerte, entsprach dem nationalsozialistischen Stilempfinden. Ihm näherte sich Klimsch nach 1933 zudem weiter an durch naturalistische Konzessionen: Er schuf Kämpferstatuen und Mädchenakte mit betont innigem Ausdruck, die als Ton- und Porzellankopien begehrter Wohnzimmerschmuck waren. 1943 in Berlin ausgebombt, zog Klimsch nach Salzburg, wurde aber 1946 ausgewiesen und verbrachte seinen Lebensabend im Schwarzwald.