Fritz Lenz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Humangenetiker

    geboren: 9. März 1887 Pflugrade (Pommern) gestorben: 6. Juli 1976 Göttingen


    Schüler von Ploetz, 1913-33 Herausgeber des "Archivs für Rassen- und Gesellschaftsbiologie", 1923 Inhaber der ersten Professur für Rassenhygiene in München, 1933 Professor für Eugenik in Berlin und Abteilungsleiter für Rassenhygiene und Erblichkeitsforschung am Kaiser-Wilhelm-Institut. Mit seinen Schriften (u. a. "Die Rasse als Wertprinzip ", 1933) hatte Lenz erheblichen Einfluss auf die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik und die Maßnahmen zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Nach dem Krieg war er 1946-55 Professor für menschliche Erblehre in Göttingen.