Günther Gereke

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Sozialpolitiker

    geboren: 6. Oktober 1893 Gruna gestorben: 1. Mai 1970 Neuenhagen bei Berlin


    1915 Ernennung zum Landrat, in dieser Eigenschaft Präsident des Deutschen Landgemeindetages, MdR der DNVP 1924-28, 1930 Mitbegründer und Abgeordneter der Christlich-nationalen Bauern- und Landvolkpartei. 1932 wirkte Gereke mit an der Ausarbeitung des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Landgemeinden und wurde 1932 von Reichskanzler Schleicher zum Reichskommissar für die Arbeitsbeschaffung ernannt (Entwurf des Sofort- oder Gereke-Programms). Im März 33 wurde Gereke verhaftet und in einem Schauprozess wegen Unterschlagung von Geld aus dem Hindenburg-Wahlfonds zu einer Haftstrafe verurteilt; 1935 entlassen. Im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. 7. 44 erneut inhaftiert, wurde Gereke von den Alliierten befreit. Seit 1946 war er CDU-Mitglied und niedersächsischer Innenminister, 1947 zurückgetreten. 1948 wurde er stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Ernährung in Niedersachsen. Wegen Verhandlungen mit der DDR schloss ihn die CDU 1950 aus. Gereke gründete die Deutsche Soziale Partei und siedelte 1952 in die DDR über.