Günther Lütjens

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Admiral

    geboren: 25. Mai 1887 Wiesbaden gestorben: 27. Mai 1941 im Nordatlantik


    1907 in die Marine eingetreten, im Ersten Weltkrieg Torpedoboot-Kommandant, ab 1926 auf verschiedenen Verwaltungsposten, 1937 Konteradmiral und Führer der Torpedoboote. Im Norwegenfeldzug (April 40) führte Lütjens die Aufklärungsstreitkräfte. Im September 40 zum Admiral ernannt, leitete er als Flottenchef Unternehmungen der Schlachtschiffe "Scharnhorst" und "Gneisenau". Höhepunkt und gleichzeitig Ende seiner militärischen Laufbahn wurde der Oberbefehl über das Unternehmen "Rheinübung" des Schlachtschiffs "Bismarck" und des Schweren Kreuzers "Prinz Eugen" gegen den britischen Nachschub im Nordatlantik: Am 24. 5. 41 gelang die Versenkung des britischen Schlachtkreuzers "Hood", drei Tage später jedoch wurde die "Bismarck" von einem überlegenen Verband gestellt. Lütjens ließ "bis zur letzten Granate" kämpfen, wie er es in seinem letzten Funktelegramm an Hitler versprochen hatte, und ging mit seinem Schiff und fast 2 000 Mann Besatzung unter. Die Bundesmarine benannte nach Lütjens eines ihrer Kriegsschiffe, den Lenkwaffenzerstörer "Lütjens".