Georg Ehrenfried "George" Grosz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Grafiker und Maler

    geboren: 26. Juli 1893 in Berlin gestorben: 6. Juli 1959 in Berlin


    Kunststudium, danach kurze Zeit (1914/15 und 1917) Soldat. Mitbegründer des Berliner Dada (1917) und Mitglied der KPD seit 1918, entwickelte Grosz einen unverwechselbaren Stil, mit dem er der schärfste gesellschaftskritische Zeichner und Maler dieser Zeit wurde, besonders in seinen Mappen: "Ecce homo", 1922; "Der Spießer-Spiegel", 1925; "Das neue Gesicht der herrschenden Klasse", 1930. Im Januar 33 emigrierte er in die USA, wo er als Kunstlehrer arbeitete. In Deutschland wurden seine Werke als "entartet" verfemt, nationalsozialistische Kritiker bezeichneten sie als "klassenkämpferische Hetzbilder" und als "bewusst primitiv". Grosz wurde 1938 ausgebürgert. Erst wenige Wochen vor seinem Tod kehrte er nach Deutschland zurück.