Georgi Konstantinowitsch Schukow

    Aus Lexikon Drittes Reich

    sowjetischer Militär

    geboren: 11. Dezember 1896 in Strelkowka bei Kaluga gestorben: 18. Juni 1974 in Moskau


    gelernter Kürschner; 1915 zur Armee, 1928 Teilnahme an einem Lehrgang der Reichswehr für Offiziere der Roten Armee, 1932-36 Divisionskommandeur, 1940 Befehlshaber im Militärbezirk Kiew, 1. 2. 41 Generalstabschef. Schukow befehligte im Winter 41/42 den Gegenstoß der Roten Armee vor Moskau, der weite Einbrüche im Mittelabschnitt der deutschen Ostfront erzielte. 1942/43 koordinierte Schukow die sowjetischen Offensiven bei Stalingrad, Leningrad und Kursk, rückte 1945 als "Sieger von Berlin" in die Reichshauptstadt ein, nahm in Karlshorst die deutsche Kapitulation entgegen und war bis April 46 Oberbefehlshaber der sowjetischen Truppen in Deutschland. 1957 fiel er, seit 1955 Verteidigungsminister und Mitglied des Politbüros, in Ungnade und wurde aller Ämter enthoben.