Georgi Michailowitsch Dimitrow

    Aus Lexikon Drittes Reich

    bulgarischer Politiker

    geboren: 18. Juni 1882 in Kowatschewiza gestorben: 2. Juli 1949 in Moskau


    1902 Mitglied der Sozialdemokratischen, nach 1918 der Kommunistischen Partei; Beteiligung am Volksaufstand 1923, danach Exil in Moskau, Wien und schließlich Berlin. Dimitrow wurde dort 1933 im Zusammenhang mit der Reichstagsbrandstiftung verhaftet, aber zusammen mit seinen Landsleuten Popoff und Taneff sowie dem Fraktionsführer der KPD Torgier freigesprochen. Es gelang Dimitrow vor Gericht, geschickt den Verdacht zu nähren, die Nationalsozialisten seien Urheber der Brandstiftung, indem er den Zeugen Göring völlig aus der Fassung brachte. In die Sowjetunion abgeschoben, war Dimitrow 1935-43 Generalsekretär der Komintern und kehrte 1944 mit der Roten Armee nach Bulgarien zurück; proklamierte am 15. 9. 46 die Bulgarische Volksrepublik und war bis zu seinem Tod deren Ministerpräsident.