Gerd Gaiser

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 15. September 1908 Oberriexingen/Enz gestorben: 9. Juni 1976 Reutlingen


    Gaiser, im Zweiten Weltkrieg Offizier und Jagdflieger, begann mit jugendbewegt-pathetischen Gedichten ("Reiter am Himmel", 1941). Aufgrund seiner nationalsozialistischen Einstellung vor 1945 wurden seine frühen Nachkriegswerke oft als Weiterführung der völkischen Dichtung kritisiert. Von seinem vielbeachteten Roman einer Fliegereinheit, "Die sterbende Jagd" (1953), erschienen schon Teile während des Kriegs in der Zeitschrift "Das innere Reich", doch Gaiser ging es vorrangig um die Isoliertheit des Menschen in Krieg und Nachkriegszeit; er kritisierte von romantischer Warte, sprachlich komplex Materialismus und Sattheit der Nachkriegsgesellschaft (u. a. "Schlußball", 1958).