Gerd von Rundstedt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher General

    geboren: 12. Dezember 1875 bei Halberstadt gestorben: 24. Februar 1953 bei Celle


    1892 Eintritt ins Heer, im Ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier, rasche Reichswehr-Karriere: 1. 10. 32 als General der Infanterie Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos 1 (Berlin). Auch im Dritten Reich ging Rundstedts Laufbahn trotz Reserve gegenüber dem Nationalsozialismus weiter. Erst als er das deutsche Vorgehen gegen die Tschechoslowakei kritisierte, wurde er Ende 38 als Generaloberst verabschiedet. Zum Polenfeldzug als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd zurückgeholt und auch in Frankreich und in Russland als Heeresgruppenführer verwendet, wurde Rundstedt nach Zurücknahme seiner Truppen aus Rostow am 3. 12. 41 nach Auseinandersetzungen mit Hitler auf eigenen Wunsch abberufen. Vom 1. 3. 42-10. 3. 45 war er Oberbefehlshaber West mit einer Unterbrechung nach der gelungenen Invasion der Alliierten, als er zur Beendigung des Kriegs gedrängt hatte. In dieser Zeit leitete Rundstedt den "Ehrenhof" der Wehrmacht, der die Offiziere aus der Wehrmacht ausstieß, die der Verbindung zu den Verschwörern des Zwanzigsten Juli 44 verdächtigt wurden. Nach dem Krieg in britischer Gefangenschaft, wurde Rundstedt wegen Weitergabe des Kommandobefehls vom 18. 10. 42 erst am 5. 5. 49 schwer krank entlassen.