Gerhard Krüger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Kulturpolitiker

    geboren: 6. Dezember 1908 Danzig


    1926 Eintritt in den Bund Oberland, 1928 in die NSDAP, 1931-33 Führer der Deutschen Studentenschaft, Geschichtsstudium, 1936 Reichsamtsleiter bei der Parteiamtlichen Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Schrifttums. Krüger, Träger des Goldenen Parteiabzeichens, trat 1937 als Legationsrat in die Abteilung "Deutschland" des Auswärtigen Amts ein und erhielt 1941 den Posten eines Kulturattachés an der deutschen Botschaft in Paris unter Abetz. Wegen versuchter Vergewaltigung einer Sekretärin entlassen, bewarb sich Krüger vergeblich um eine Dozentur an der "Reichsuniversität" Straßburg und ging zur Wehrmacht. Zu seiner Einstufung als "Belasteter" nach dem Krieg trugen auch seine Veröffentlichungen bei (u. a. "Student und Revolution", 1934; "Adolf Hitler", 1938). Krüger betätigte sich in den 50er Jahren bei der später verbotenen neonazistischen Sozialistischen Reichspartei (SRP) und bei der rechtsradikalen Deutschen Reichspartei.