Gerhard Roßbach

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 28. Februar 1893 Kehrberg (Pommern) gestorben: 30. August 1967 Hamburg


    Berufsoffizier, 1918 Gründung eines Freikorps und Kampf in Westpreußen und im Baltikum, beim Kapp-Putsch Beteiligung mit dem "Detachement Roßbach". Trotz mehrfacher Auflösungsorder hielt Roßbach seine Leute in "Arbeitsgemeinschaften" zusammen, setzte sie 1921 als "Freiwilligenabteilung Schlesien" bei den oberschlesischen Unruhen ein und beteiligte sich mit Resten am Hitlerputsch (9. 11. 23). Nach Österreich ausgewichen und amnestiert, betätigte sich Roßbach 1926-33 in der Jugendbewegung und wurde 1933 Inspekteur des Ausbildungswesens im neugegründeten Reichsluftschutzbund. Bei der Röhm-Affäre (30. 6. 34) wurde er vorübergehend inhaftiert und zog sich danach ins Privatleben zurück (Versicherungskaufmann). Roßbach bemühte sich nach dem Krieg mit Erfolg um einen Wiederbeginn der Bayreuther Festspiele und veröffentlichte 1950 seine Memoiren: "Mein Weg durch die Zeit".