Gerhard Schumann

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 14. Februar 1911 Eßlingen gestorben: 1995 Bodman-Ludwigshafen


    Studium der Germanistik in Tübingen, im Dritten Reich Chefdramaturg des Württembergischen Staatstheaters. Schumann machte sich v. a. als Lyriker und Verfasser von SA-Liedern einen nationalsozialistischen Namen, besang Großdeutschland ("Lieder vom Reich", 1935) und seinen "Freiheitskampf" ("Lieder vom Krieg", 1941), verfasste Kantaten ("Sonnwendfeier", 1936) und chorische Dichtungen ("Volk ohne Grenzen", 1938). Die dramatischen Versuche ("Entscheidung", 1939, u. a.) waren weniger erfolgreich. Nach dem Krieg war Schumann Geschäftsführer des "Europäischen Buchklubs" in Stuttgart und gründete später den Hohenstaufenverlag. Seine literarische Produktion galt v. a. geselligen Versen im mitunter heiter-kritischen Ton ("Stachel-Beeren-Auslese", 1960, "Der Segen bleibt", 1968).