Glaube und Schönheit

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Sondereinheit ("Werk") des Bundes Deutscher Mädel für die 17- bis 21-jährigen jungen Frauen; gegründet auf der HJ-Führertagung in Berlin am 19. 1. 38. Im Glaube-und-Schönheit-Programm trat die Vorbereitung auf die Hausfrauen- und Mutterrolle ganz in den Vordergrund (Körperpflege, Haushalt, Erziehung, Wohnungsgestaltung), hinzu kamen intensive sportliche Betätigung (v. a. Tanz und Gymnastik) und modische Fragen, da man trotz der nationalsozialistischen Vorbehalte gegen "Putzsucht" das natürliche Interesse an Schick und Schmuck nicht ganz ignorieren konnte. Die angestrebte völlige Erfassung der Jugendlichen gelang in der Altersgruppe von Glaube und Schönheit nur in Ansätzen. Mit wachsender Kriegsdauer verlor Glaube und Schönheit und das wirklichkeitsferne "Anmut"-Ideal im Todernst des Alltags vollends an Anziehungskraft. Dienstverpflichtungen schränkten den Glaube-und-Schönheit-Betrieb zusätzlich ein.