Glaubensfreiheit

    Aus Lexikon Drittes Reich

    wie Gewissensfreiheit in Punkt 24 des NSDAP-Programms vom 24. 2. 20 geforderte religiöse Toleranz als "Grundeigenschaft der nordisch-germanischen Art". Glaubensfreiheit war ein taktisches Zugeständnis Hitlers an die christlichen Konfessionen, die er auch nach der Machtergreifung noch umwarb. Dem diente u. a. der so genannte Duldungserlass seines Stellvertreters Heß vom 13. 10. 33, der ausdrücklich jede Benachteiligung aus konfessionellen Gründen untersagte. Den taktischen Charakter solcher Kundgebungen bewies bald der Kirchenkampf.