Gottgläubig

    Aus Lexikon Drittes Reich

    durch Erlass vom 26. 11. 36 amtliche Bezeichnung für Personen, die aus einer anerkannten Religionsgemeinschaft ausgetreten waren. Damit sollte dokumentiert werden, dass Kirchenferne nicht Ungläubigkeit bedeute, sondern der "arteigenen Frömmigkeit des deutschen Wesens" entspreche. Juden, die ihre Gemeinde verlassen hatten, durften sich daher nicht als gottgläubig bezeichnen. Der Begriff war auch nach dem Krieg noch einige Zeit üblich.