Gottlieb Hering

    Aus Lexikon Drittes Reich

    SS-Hauptsturmführer (1943)

    geboren: 2. Juni 1887 Warmbronn gestorben: 9. Oktober 1945 Stetten


    Kriminalkommissar, 1940 von der Kripo Stuttgart zur Euthanasie-Organisation "T4" abgeordnet und in der "Tötungsanstalt" Sonnenstein, später Bernburg, als Leiter des "Standesamtes" eingesetzt. 1942 kam Hering zum "Einsatzstab Reinhard" beim SS- und Polizeiführer in Lublin. Anfang August 42 als Kommandant des Vernichtungslagers Belzec eingesetzt. Als er wegen seiner "Verdienste" bei der Endlösung der Judenfrage im Generalgouvernement im Frühjahr 43 zum Hauptsturmführer befördert werden sollte, stellte man fest, dass er nicht Mitglied der SS, sondern nur "Uniformträger" war. Man gab ihm auf, in die SS einzutreten; die Beförderung zum SS-Hauptsturmführer folgte. Vor Abschluss der Aktion Reinhard wurde Hering nach Triest kommandiert, wo er an der Verfolgung der dortigen Juden beteiligt war.