Gunter d' Alquen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Journalist

    geboren: 24. Oktober 1910 Essen gestorben: 15. Mai 1998


    1925 Eintritt in die HJ, 1927 SA, 1928 NSDAP, 1931 SS. Nach Anfängen bei der "Bremer Nationalsozialistischen Zeitung" und im Innenressort des "Völkischen Beobachters" berief Himmler den talentierten Alquen Anfang 35 zum Hauptschriftleiter des neu gegründeten SS-Organs "Das Schwarze Korps". Alquen formte das Blatt zum Sprachrohr eines aggressiven, revolutionären, dabei durchaus selbstkritischen Nationalsozialismus. Seine Ausfälle und intellektuelle Arroganz waren gefürchtet, sein radikaler Antisemitismus war wirkungsvoller als etwa die primitive Hetze des "Stürmer". Im Krieg ging Alquen als Chef der SS-Kriegsberichter selbst an die Front und arbeitete in der psychologischen Kriegführung gegen die Rote Armee. 1939 veröffentlichte er eine offizielle Geschichte der SS. 1955 und 58 wurde Alquen zu Geldstrafen verurteilt wegen rassistischer Hetze und Anstiftung zum Mord.