Gustav Frenssen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 19. Oktober 1863 Barlt (Dithmarschen) gestorben: 11. April 1945 ebd.


    evangelisches Theologiestudium, Pfarrer 1890-1902. Nach seinem großen Erfolg mit den Bauernroman "Jörn Uhl" (1901, bis 1949 500 000 Exemplare) schied Frenssen aus dem Kirchendienst aus und lebte als freier Schriftsteller u. a. in Blankenese, wo noch heute eine Straße nach ihm heißt. Für seine heimatverbundenen deutsch-völkischen Erzählungen erhielt Frenssen im Dritten Reich zahlreiche Preise. Noch 1933 mit dem Dr. theol. h. c. der Heidelberger Universität geehrt, entfernte er sich immer weiter von der Kirche und verkündete in seiner Schrift "Der Glaube der Nordmark" (1936), die im Krieg auch als Feldausgabe verbreitet wurde, einen "germanischen Gottglauben". Danach war Christentum für Frenssen "eine Form des Herrenmenschentums", das sich leiten lassen solle vom "germanischen Gewissen" als wahrer "Stimme Gottes".