Hanna Reitsch

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Pilotin

    geboren: 29. März 1912 in Hirschberg, Schlesien gestorben: 24. August 1979 in Frankfurt am Main


    Reitsch erzielte in den 30er Jahren zahlreiche Segelflugrekorde und wurde 1937 zum ersten weiblichen Flugkapitän ernannt. Sie flog 1938 als Testpilotin in der Berliner Deutschlandhalle den ersten wirklich brauchbaren Hubschrauber der Welt, Fw 61, ging zur Luftwaffe und erprobte die verschiedensten Militärmaschinen: den Raketenjäger Me 163, das Großraumflugzeug Me 323 "Gigant", die Flugbombe Fi 103 "Kirschkern", besser bekannt als V1. Reitsch war eine glühende Verehrerin Hitlers, der ihr 1942 das EK I verlieh und den sie, als Pilotin von Greim, noch vom 26.-29. 4. 45 im Bunker unter der Reichskanzlei besuchte. Wie durch ein Wunder gelang ihr danach der Start und das Ausfliegen aus dem umkämpften Berlin. Nach 15 Monaten amerikanischer Internierung kam sie 1946 frei und widmete sich wieder dem Segelflug. Noch mit 58 Jahren erzielte sie einen deutschen Rekord. Das Dritte Reich sah sie in ihren Memoiren (1975) kritischer.