Hanns Heinz Ewers

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller und Journalist

    geboren: 3. November 1871 in Düsseldorf gestorben: 12. Juni 1943 in Berlin


    nach Kabarett-Texten erste Erfolge mit "Deutsche Kriegslieder" (1915), danach mit grausam-phantastischen Schauergeschichten wichtigster Vertreter der "Schwarzen Romantik" in Deutschland. Zu Ewers' Hauptwerken gehört der mehrfach verfilmte Bestseller "Alraune" (1911, die Geschichte eines "künstlich gezeugten Kindes aus dem Samen eines Mörders und dem Schoß einer Hure"); seine Prosa galt zeitgenössischen Kritikern als "Kompendium von Dekadenzmotiven". Ewers trat früh der NSDAP bei, schrieb vor der Machtübernahme zwei Propagandaromane ("Reiter in deutscher Nacht", 1932; "Horst Wessel. Ein deutsches Schicksal", 1933), hatte aber mit seiner ideologischen Anpassung nicht den gewünschten Erfolg, da die Nationalsozialisten seine Bücher als "abstoßend" bezeichneten und 1934 als "dekadent" verboten.