Hans-Ulrich Rudel

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Oberst der Luftwaffe (1. 1. 45)

    geboren: 2. Juli 1916 Konradswaldau (Schlesien) gestorben: 18. Dezember 1982 Rosenheim


    1937/38 Flugausbildung (Stuka und Aufklärer). Rudel spezialisierte sich mit seinem besonders bewaffneten Stuka auf die Panzerjagd im Osten und erreichte bis Kriegsende bei 2 530 Einsätzen 519 Abschüsse. Hinzu kamen 800 zerstörte Fahrzeuge, ein versenkter Kreuzer und ein schwer beschädigtes Schlachtschiff. Der am höchsten dekorierte Soldat der Wehrmacht (Goldenes Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz) entkam im März 44 sowjetischer Gefangenschaft, verlor im Februar 45 sein rechtes Bein und geriet am 8. 5. 45 in amerikanische Gefangenschaft. Rudel lebte nach dem Krieg lange in Argentinien in nationalsozialistischen Emigrantenkolonien und setzte sich in der Bundesrepublik für rechtsextremistische Organisationen ein. Das führte 1976 zum Rücktritt zweier Luftwaffengeneräle, die die Teilnahme von Bundeswehroffizieren an einer Rudel-Veranstaltung nicht verhindert hatten, und bei Rudels Beerdigung erneut zum Eklat, als Maschinen der Bundesluftwaffe über das Grab flogen.