Hans Beimler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Revolutionär und Politiker

    geboren: 2. Juli 1895 München gestorben: 1. Dezember 1936 Madrid


    Schlosser; bei Kriegsende 1918 im Arbeiter- und Soldatenrat in Cuxhaven, wegen Sabotage bis 1923 in Haft; 1930 für die KPD im Bayerischen Landtag, 1932 Reichstagsabgeordneter. Beimler wurde nach dem Reichstagsbrand verhaftet und ins KZ Dachau verbracht (Broschüre "Im Mörderlager Dachau", 1933), ihm gelangen aber Flucht und Grenzübertritt. 1935 übernahm er das Züricher Büro der Roten Hilfe, geriet jedoch bald in Konflikt mit der Zentrale, der auch im Spanischen Bürgerkrieg weiterschwelte, an dem Beimler als "Politischer Kommissar aller deutschen Bataillone der internationalen Brigaden" teilnahm. Weil er die stalinistischen Verfolgungen nicht linientreuer Spanienkämpfer offen verurteilte, wurde der populäre Kommissar von Sowjetagenten hinterrücks erschossen.