Hans Dominik

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 15. November 1872 in Zwickau gestorben: 9. Dezember 1945 in Berlin


    zunächst technische Sachbücher, Kolonialreportagen, nationalistische Kriegsromane. Dominik gehörte durch seine seit 1922 erscheinenden Zukunftsromane zu den populärsten zeitgenössischen Autoren. Er antizipierte u. a. Anfänge des Weltraumflugs ("Treibstoff SR", 1940), Atomenergienutzung, Strahlenwaffen. In seinen frühen Romanen ging es um globale Konflikte: Überlegene deutsche Techniker retten die Welt vor der "gelben Gefahr" u. a. Nach 1933 passte Dominik seinen Chauvinismus dem neuen Zeitgeist an, seine Helden setzen wirklichkeitsnähere Erfindungen zum Nutzen des deutschen Vaterlandes ein. Durch die Verherrlichung von Führerprinzip und völkischen Idealen wurde Dominik in der Massenliteratur ein Wegbereiter des Faschismus. Obwohl die Nationalsozialisten ihn nicht direkt förderten, erreichten seine Bücher zwischen 1940 und 45 mit zahlreichen Feldpostausgaben ihre höchsten Auflagen. Durch regelmäßige Neudrucke nach 1945 wurden seine Schriften auch für die deutsche Nachkriegsjugend zum Inbegriff des Zukunftsromans.