Hans Fallada

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 21. Juli 1893 in Greifswald gestorben: 5. Februar 1947 in Berlin


    (eigentlich Rudolf Ditzen), Fallada geriet früh mit dem Gesetz in Konflikt: Während seiner Gymnasialzeit erschoss er einen Mitschüler im Duell und wurde zwei Jahre in eine Heilanstalt eingewiesen. 1920 begann er seine literarische Laufbahn mit expressionistischen Schriften, musste 1925 wegen Alkohol- und Drogensucht eine zweijährige Haft verbüßen und erzielte 1931 mit dem Roman aus der Landvolkbewegung "Bauern, Bonzen und Bomben" seinen ersten großen Erfolg, der noch vom Roman "Kleiner Mann - was nun?" (1932) übertroffen wurde, in dem es um die Folgen der Weltwirtschaftskrise geht. Von den Nationalsozialisten blieb Fallada unbehelligt, publizierte weitere Erfolgsromane ("Wer einmal aus dem Blechnapf frißt", 1934; "Wolf unter Wölfen", 1937), galt aber als suspekt, weil ihm die "starke innere Haltung" fehle. Nach Kriegsende lebte Fallada in Ost-Berlin.