Hans Friedrich Blunck

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 3. September 1888 gestorben: 26. April 1961


    Justizbeamter, siedelte in den 20er Jahren historisch-mythische Romanzyklen in den "unerforschten Tiefen germanischer Vorwelt" an; 1933-35 Präsident (danach Altpräsident) der Reichsschrifttumskammer. In Sammlungen norddeutscher Märchen und Sagen, in Lyrik und Prosa interpretierte Blunck Vergangenheit in nationalem Sinne, verherrlichte Führergestalten als Retter, z. B. im Roman "Der einsame König" (1936) den Vandalenzug Geiserichs (in der nationalsozialistischen Literaturwissenschaft als "Epos einer neuen Rasse und des germanischen Christentums" gefeiert). Bluncks Lebenserinnerungen ("Unwegsame Zeiten", 1952) zeigen sein gänzlich unkritisches Verhältnis zum nationalsozialistischen Staat.