Hans Funger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Gewerkschaftler

    geboren: 10. Dezember 1891 Krefeld gestorben: Frühjahr 1945


    zunächst Eisenbahner, im Ersten Weltkrieg Funker, nach dem Ruhrkampf Beitritt zum Eisenbahnerverband (1928 stellvertretender Vorsitzender) des ADGB, seit 1926 SPD-Mitglied; Funger, der sich nach der Machtergreifung um den Zusammenhalt der alten gewerkschaftlichen Kader bemühte, wurde am 3. 12. 37 vom Düsseldorfer Volksgericht wegen illegaler Gewerkschaftstätigkeit und Konspiration mit internationalen Arbeiterorganisationen zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Krieg bei Bombensuchkommandos im Raum Hannover eingesetzt, starb er vermutlich an Entkräftung auf einem Evakuierungstransport ins KZ Bergen-Belsen.