Hans Günther von Kluge

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Generalfeldmarschall

    geboren: 30. Oktober 1882 in Posen gestorben: 18. August 1944 in der Nähe von Metz


    1901 zum Heer, im Ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier, rasche Karriere in der Reichswehr (1933 Generalmajor). Kluge führte im Polen- und Frankreichfeldzug die 4. Armee, mit der er auch nach Russland zog. Am 18. 12. 41 wurde er Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte und erhielt für seine Verdienste von Hitler zum 60. Geburtstag eine Dotation von 250 000 RM. Sein Erster Generalstabsoffizier Tresckow bemühte sich mit nur geringem Erfolg, Kluge auf die Seite des militärischen Widerstands zu ziehen. Ein Autounfall (12. 10. 43) zwang Kluge zu längerer Erholungspause. Als er am 7. 7. 44 den Oberbefehl über das Westheer übernahm und nach Rommels Verwundung am 17. 7. auch die Heeresgruppe B, wurde er für die Verschwörer des 20. 7. 44 zur Schlüsselfigur im Westen. Zunächst schwankend, verweigerte sich Kluge jedoch, als er von Hitlers Überleben erfuhr. Er hatte aber den Verdacht der Gestapo erregt und wurde am 17. 8. 44 seines Kommandos enthoben. Er schrieb Hitler einen Abschiedsbrief, in dem er seine unwandelbare Treue betonte, zugleich aber die Beendigung des Kriegs forderte, und nahm auf der Fahrt nach Deutschland Gift.