Hans Hinkel

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Kulturpolitiker

    geboren: 22. Juni 1901 Worms gestorben: 8. Februar 1960 Göttingen


    4. 10. 21 NSDAP-Beitritt, Journalist und Redakteur für mehrere nationalsozialistische Zeitungen und Zeitschriften, u. a. 1930-32 Berliner Schriftleiter des "Völkischen Beobachters", sowie bis 1933 führender Funktionär und Ideologe im Kampfbund für Deutsche Kultur. Nach der Machtübernahme holte Goebbels den ehrgeizigen Hinkel als Sonderbeauftragten für die Überwachung der "geistig und kulturell tätigen Nichtarier" ins Propagandaministerium, wo er sich um die "Entjudung" des deutschen Kulturlebens, besonders der Universitäten, kümmerte. 1935 bekam Hinkel die Leitung der Abteilung "Kulturpersonalien", die für die Beobachtung aller "Kulturschaffenden" zuständig war, gleichzeitig wurde er 1936 Geschäftsführer der Reichskulturkammer. Da sich Hinkel als besonders anpassungsfähiger Funktionär erwiesen hatte, machte ihn Goebbels 1944 zum Reichsfilmintendanten und zum Filmabteilungsleiter im Ministerium, wo er in der Endphase des Kriegs die politische Funktionalisierung des Filmwesens vorantreiben sollte und die Spielfilmproduktion bis in die letzten Kriegstage aufrechterhielt.