Hans Schemm

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Kulturpolitiker

    geboren: 6. Oktober 1891 Bayreuth gestorben: 5. März 1935 Bayreuth


    Volksschullehrer, 1923 NSDAP-Beitritt, 1925 Ortsgruppenleiter in Bayreuth, 1928 Gauleiter von Oberfranken (1932 mit dem Gau Oberpfalz-Niederbayern zur Bayerischen Ostmark zusammengelegt), 13. 4. 33 bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus. Schemm, im Volksmund der "schöne Hanni" genannt, machte mit seinem organisatorischen und demagogischen Talent Bayreuth schon in den 20er Jahren zu einer nationalsozialistischen Hochburg. Er gründete 1929 den Nationalsozialistischen Lehrerbund und war bis zum Tod dessen "Reichswalter". Seine Beliebtheit, die er einer Mischung aus pastoraler Betulichkeit und antisemitischer Agitation verdankte (Buchtitel 1933: "Gott, Rasse und Kultur"), blieb lange ungebrochen. 1936 wurde eine Auszeichnung für Jugendbuch-Autoren Hans-Schemm-Preis genannt; noch nach dem Krieg hieß bis 1966 das Bayreuther Quartier der US Army "Hans-Schemm-Kaserne".