Hans Zöberlein

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 1. September 1895 Nürnberg gestorben: 13. Februar 1964 München


    im Ersten Weltkrieg höchste Kriegsauszeichnungen, Mitglied des Freikorps Epp, 1921 Beitritt zur NSDAP und SA (Aufstieg bis zum Brigadeführer). Als Autor gewann Zöberlin in völkischen Kreisen Anerkennung durch chauvinistische Kriegsromane, "Der Glaube an Deutschland" (1931) erhielt sogar ein Geleitwort von Hitler. Für seine rassistischen Propagandaromane (u. a. "Der Befehl des Gewissens", 1937) wurde Zöberlin mit nationalsozialistischen Literaturpreisen und Orden der NSDAP ausgezeichnet. Als kurz vor Kriegsende Bürger im bayerischen Penzberg vorzeitig kapitulierten, um der Stadt weitere Kampfhandlungen zu ersparen, ließ Zöberlin als Anführer eines vom Reichsverteidigungskommissar entsandten Kommandos die "politisch Unzuverlässigen" erschießen. Dafür wurde Zöberlin, der sich noch vor Gericht als überzeugter Nationalsozialist und Antisemit bekannte, 1948 zum Tod verurteilt. Zu lebenslanger Haft begnadigt, wurde er 1958 "aus Gesundheitsgründen" freigelassen.