Harry S(pencer) Truman

    Aus Lexikon Drittes Reich

    amerikanischer Politiker und Präsident

    geboren: 8. Mai 1884 in Lamar, Missouri gestorben: 26. Dezember 1972 in Kansas City


    im Ersten Weltkrieg als Offizier in Frankreich, 1921 Konkurs als Textilhändler, danach Richter. Truman wurde 1935 demokratischer Senator seines Heimatstaats (1940 wiedergewählt) und leitete ab 1941 das Truman-Komitee zur Kontrolle der amerikanischen Kriegsausgaben. Am 7. 11. 44 nominierten die Demokraten Truman zum Vizepräsidenten, als der er nach dem Tod Roosevelts am 12. 4. 45 dessen Nachfolge antrat (1948 wiedergewählt). Das schwächte die Position der USA beim Potsdamer Abkommen trotz der gelungenen Premiere der Atombombe, deren Abwurf auf Hiroshima und Nagasaki Truman im August 45 anordnete. Im anschließenden Kalten Krieg verfolgte Truman einen Kurs des Containment (Eindämmung) des sowjetischen Expansionismus, stärkte durch Wirtschaftshilfe (Marshall-Plan) und NATO-Gründung (1949) die westeuropäischen Staaten und griff schließlich im Koreakrieg zur militärischen Abwehr des Kommunismus.