Hauswirtschaftliches Jahr

    Aus Lexikon Drittes Reich

    wie das Landjahr 1934 von Reichsjugendführung, Reichsfrauenführung und Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung geschaffene Einrichtung für schulentlassene Mädchen zur Eindämmung der Jugendarbeitslosigkeit. Der Arbeitsbeschaffungsgedanke trat bald in den Hintergrund, statt dessen wurde das Hauswirtschaftliche Jahr in den Dienst der Lenkung des Arbeitseinsatzes gestellt und unter der Aufsicht des BDM zur politischen Schulung genutzt. Das "Hausjahrmädel" sollte auf "arteigenem, hauswirtschaftlichem Gebiet" erzogen werden und "Lust und Liebe" für diese Tätigkeit entwickeln. Es erhielt dafür ein Taschengeld und Anschluss an besonders ausgewählte Familien. Das Hauswirtschaftliche Jahr ersetzte das am 15. 2. 38 eingeführte Pflichtjahr.