Heimabend

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Bezeichnung für die regelmäßig, meist einmal wöchentlich - neben anderem "Dienst" - stattfindenden Mitgliedertreffen der Hitlerjugend (HJ), an denen teilzunehmen obligatorisch war und die, wie alle HJ-Veranstaltungen, als "Ehrendienst am Deutschen Volk" galten. Der Heimabend diente einerseits weltanschaulicher Schulung: von der Reichsjugendführung wurden verbindliche Schulungspläne vorgegeben, HJ-Führer erhielten Schulungsmappen, besonders zu Themen aus der deutschen Geschichte und der Rassenkunde; Schulungserfolge waren durch die von den HJ-Mitgliedern zu erbringenden Leistungsnachweise überprüfbar. Andererseits sollte der Heimabend das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, durch Gesang oder gemeinsames Basteln für das Winterhilfswerk. Für diejenigen, die nicht am Heimabend teilnehmen konnten, brachte der Rundfunk eine wöchentliche Heimabendsendung, in der v. a. die Schulungsthemen aufbereitet wurden.