Heinrich Graf zu Dohna-Schlobitten

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Offizier

    geboren: 15. Oktober 1882 Waldburg bei Königsberg/Preußen gestorben: 14. September 1944 Berlin (hingerichtet)


    im Ersten Weltkrieg u. a. in der Operationsabteilung des Generalstabs; 1919 Abschied und Rückzug auf die Familiengüter. Dohna-Schlobitten stand dem Nationalsozialismus ablehnend gegenüber, engagierte sich im ostpreußischen Bruderrat der Bekennenden Kirche und hielt sich zu Goerdeler, den er als einstigen Königsberger Bürgermeister gut kannte. Im Zweiten Weltkrieg reaktiviert, brachte es Dohna-Schlobitten schließlich zum Generalmajor und Chef des stellvertretenden Generalkommandos in Danzig. Sein schon im Polenfeldzug beginnender Kampf gegen die Gräuel der SS führte ihn nach seinem Abschied 1943 in den innersten Kreis der Verschwörung des 20. 7. 44. Das büßte er nach dem Fehlschlag des Attentats mit dem Tod.