Heinrich Hoffmann

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Fotograf

    geboren: 12. September 1885 Fürth gestorben: 16. Dezember 1957 München


    im Ersten Weltkrieg Bildberichterstatter der bayerischen Armee. 1919 traf Hoffmann erstmals mit Hitler zusammen, mit dem ihn ähnliche künstlerische und politische Neigungen verbanden. In München gehörte der als Anekdotenerzähler und Unterhalter von Hitler geschätzte Hoffmann schnell zu dessen engsten Vertrauten; in Hoffmanns Fotoatelier lernte Hitler Ende der 20er Jahre Eva Braun kennen. Als einer der wenigen, die bis zum Ende Hitlers Vertrauen besaßen, kümmerte sich Hoffmann auch um dessen persönliche und intime Belange, begleitete ihn seit den 20er Jahren fast ständig auf allen Reisen. Hitler hatte Hoffmann schon zu Anfang seiner Karriere nahezu exklusive Rechte an seinen Bildern eingeräumt; bis 1945 machte Hoffmann etwa 2,5 Millionen Aufnahmen, die für Presseveröffentlichungen wie für Bildbände dienten. Zu Hoffmanns erfolgreichsten Büchern gehörten u. a. "Hitler, wie ihn keiner kennt" (1933), "Jugend um Hitler" (1934), "Hitler befreit das Sudetenland" (1938). 1938 ernannte Hitler seinen Leibfotografen zum Professor, 1940 zum MdR. Als "Nutznießer" des Dritten Reichs wurde Hoffmann nach Kriegsende von Münchner Spruchkammern zu Arbeitslager und Vermögenseinzug verurteilt.