Heinrich Imbusch

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Gewerkschaftler

    geboren: 1. September 1878 Oberhausen gestorben: 16. Januar 1945 Essen


    seit 1897 in der christlichen Bergarbeiterbewegung, 1920-33 MdR des Zentrums, 1929-33 Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Imbusch setzte sich für den Ausbau des Sozialstaats ein, konnte aber die mit der Weltwirtschaftskrise einsetzende gegenläufige Entwicklung nicht aufhalten. Auch sein Kampf gegen den Nationalsozialismus blieb erfolglos, so dass Imbusch 1933 ins Saarland auswich. Einem Entführungsversuch der SA entkommen, floh er weiter nach Luxemburg und Frankreich, blieb nach der deutschen Besetzung unerkannt und kehrte 1942 heimlich nach Essen zurück, wo er im Versteck starb.