Heinrich Körner

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Gewerkschaftler, Werkzeugmacher

    geboren: 30. April 1892 Essen gestorben: 25. April 1945 Berlin


    schon als Jugendlicher im christlichen Metallarbeiterverband; 1922 Kartellsekretär der Christlichen Gewerkschaften, 1926-33 zusammen mit J. Kaiser Landesgeschäftsführer Westdeutschlands; ehrenamtlicher Reichsarbeitsrichter. Körner wurde im Zusammenhang mit der Zerschlagung der Gewerkschaften im Mai 33 vorübergehend festgenommen, war danach Handelsvertreter und nutzte diese Reisetätigkeit zur Pflege von Kontakten zwischen den gewerkschaftlichen Widerstandsgruppen. Das führte nach dem Attentat vom 20. 7. 44 zu seiner Verhaftung. Die am 5. 4. 45 verhängte vierjährige Zuchthausstrafe beendete am 25. 4. 45 die Rote Armee in Berlin-Plötzensee. Körner kam noch am gleichen Tag im umkämpften Berlin ums Leben.