Heinrich Mann

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 27. März 1871 in Lübeck gestorben: 12. März 1950 in Santa Monica, Kalifornien


    1893-98 Aufenthalt mit Bruder Thomas Mann in Italien. 1915 veröffentlichte Mann in den "Weißen Blättern" seinen Antikriegsessay "Zola", der Antwort war auf den kriegsbegeisterten Aufsatz seines Bruders über Friedrich II. Aufmerksamkeit erregte Mann mit seinem Roman "Der Untertan" (Teil I der Trilogie "Das Kaiserreich", 1914), der ihn in den Augen der politischen Rechten als Defätisten abstempelte. Die Verfilmung seines Romans "Professor Unrat" (1905) als "Der blaue Engel" (1930 mit Marlene Dietrich) machte Mann weltbekannt. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, seine Bücher wurden verbrannt. Mann floh über Frankreich in die USA, wo die Romane um den französischen König Heinrich IV. entstanden. 1950 wurde er zum Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (DDR) ernannt, starb jedoch, bevor er das Amt antreten konnte.