Heinz Guderian

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher General

    geboren: 17. Juni 1888 in Kulm gestorben: 14. Mai 1954 in Schwangau bei Füssen


    seit 1919 bei der Reichswehr. 1933 zum Oberst befördert, widmete sich Guderian dem Aufbau einer modernen Panzerarmee. Der "schnelle Heinz" entwickelte die Konzeption eines Panzerkriegs ("Achtung, Panzer!" 1937) und wurde, nach einer Reihe rascher Beförderungen, 1938 General der Panzertruppen. Die von ihm geführten Panzerverbände waren am Verlauf der Blitzkriege gegen Polen und Frankreich entscheidend beteiligt. Nach Differenzen mit Hitler über den Einsatz der Panzertruppen während des Russlandfeldzugs wurde Guderian Weihnachten 41 seines Amts enthoben. 1943 wurde er zum Generalinspekteur der Panzertruppen ernannt, nach dem 20. 7. 44 zum Chef des Generalstabs des Heers. Als Mitglied des Ehrenhofs des Heers, der nach dem Zwanzigsten Juli 44 eingerichtet wurde, beteiligte er sich an der Auslieferung Hunderter von Soldaten an den Volksgerichtshof. Nachdem er Anfang 45 für einen Waffenstillstand mit den Westmächten eingetreten war, wurde er am 28. 3. 45 entlassen. Bis 1948 in Gefangenschaft, setzte er sich danach publizistisch mit der Verteidigungssituation der Bundesrepublik auseinander (u. a. "Kann Westeuropa verteidigt werden?", 1951).