Heiratsbefehl

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Bezeichnung für den SS-Befehl vom 1. 1. 32, durch den alle nichtverheirateten SS-Angehörigen zum Einholen einer Heiratsgenehmigung des Reichsführers-SS verpflichtet wurden: "Das erstrebte Ziel ist die erbgesundheitlich wertvolle Sippe deutscher nordisch-bestimmter Art. Die Heiratsgenehmigung wird einzig ... nach rassischen und erbgesundheitlichen Gesichtspunkten erteilt." Ergänzt wurde der Heiratsbefehl durch die "Verlobungsbefehl" genannte Bestimmung, nach der drei Monate vor der Verlobung die "Absicht" hierzu dem Reichsführer-SS gemeldet werden musste, "da die Verlobung bereits ein Rechtsakt ist".