Heldengedenktag

    Aus Lexikon Drittes Reich

    seit 1934 alljährlich als Staatsfeiertag begangener Sonntag, an dem die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten (von 1940 an auch die Toten des Zweiten Weltkriegs) geehrt wurden, aber auch derjenigen gedacht wurde, die als "Helden" der nationalsozialistischen Bewegung ihr Leben ließen; seit 1939 auf den 16. 3. festgelegt zur Erinnerung an die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1935. Als Ausdruck der Trauer um die Toten des Ersten Weltkriegs war auf Initiative des Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge seit 1923 der 5. Sonntag vor Ostern (kirchlich "Reminiscere") als Volkstrauertag gefeiert worden. Die Umbenennung in Heldengedenktag diente der psychologischen Einstimmung auf einen neuen Krieg und der Pflege des Vorbilds derjenigen, "die bereit waren, sich selbst aufzugeben, um der Gemeinschaft das Leben zu erhalten" (Hitler am 10. 3. 40).